Der Wiener Wurstlprater

Riesenrad

Riesenrad

Vor wenigen Tagen haben wir mal wieder den Wurstelprater besucht.
Noch erstrahlt er im weihnachtlichen Glanz des Wintermarktes, der am Fuße des Riesenrads seine Heimat gefunden hat.
Das Riesenrad wurde heuer ganz besonders schön beleuchtet, was viele Menschen anlockt, mit und ohne Fotoapparat. Ansonsten gibt der Wurstelprater im Winter nicht gar viel her.
Die meisten Fahrgeschäfte und auch die Imbisse haben geschlossen und warten auf die Frühjahrssaison. Wir haben daher auch beschlossen,dass unser nächster Besuch in der wärmeren Jahreszeit stattfinden wird.

Der Wiener Wurstlprater

Seinen Namen verdankt der weltberühmte Wiener Wurstlprater der Volkstheater-Figur „Hanswurst“.
Das Gründungsjahr des Wurstlpraters geht eigentlich auf das Jahr  1603 zurück, in welchem der sogenannte „Taffern Micherl“ dort auf dem Gelände ein Lokal errichtete. Offiziell für die Wiener freigegeben wurde der Wurstlprater allerdings erst im Jahr 1766 von Kaiser Joseph II.
Wenn heute überregional vom Prater gesprochen wird, dann ist eigentlich meist nur ein kleiner Teil des Praters, der sogenannte Wurstlprater gemeint, ein Vergnügungspark für Jung und Alt. Um diesen geht es auch in dem Beitrag.

In den frühen Jahren waren zunächst Feuerwerke die Hauptattraktion des Praters, später kamen dann Schaugeschäfte wie Optische Kabinette , Mechanische Künste, Vogelschießen und anderes hinzu. In den Jahren 1896/97 wurde dann das Riesenrad erbaut, was noch heute eines DER Wahrzeichen Wiens ist und zu einem großer Publikumsmagnet wurde.

In seiner heutigen Form erinnern nur noch wenige Dinge im Wurstlprater an die alten Zeiten. Eines dieser Dinge ist das Toboggan, eine Rutsche

Toboggan

Toboggan

welche ausschließlich aus Holz gebaut ist und sich immer stärker gegen die modernen Fahrgeschäfte wie Discokraken und ähnliches behaupten muss. Auch das Ponykarussell aus dem Jahre 1887 hat es in der heutigen Zeit nicht mehr leicht sich noch über Wasser zu halten.

Hochschaubahn

Hochschaubahn

Aus dem Prater nicht wegzudenken sind weiters die berühmte Lilliputbahn, das weltberühmte Gasthaus „Schweizerhaus“ (Bier und Stelzn zählen hier zu den Attraktionen) [Anmerkung:Touristen-Nepp] oder die vielen schon fast verstaubten Geisterbahnen und Fahrgeschäfte.  Ebenfalls sehr beliebt bei den Wienerinnen und Wienern ist die Hochschaubahn des Praters. Welcher Besucher fährt nicht gerne einmal mit diesem kleinen Zug und macht für wenige Minuten so eine Zeitreise zurück in seine Kindheit.

 

Calafati

Calafati

Ansonsten ist der Wurstlprater allerdings sehr bemüht, sich ständig dem Geschmack der Zeit und des Publikums anzupassen. Vor einigen Jahren wurde so zum Beispiel der Prater Hauptplatz vor dem Riesenrad komplett renoviert und neu gestaltet. In seiner Mitte steht der berühmte Calafati.  Ursprünglich verzierte sie seit einem Umbau des Ringelspiels

Praterfigur

Praterfigur

1854 durch Basilio Calafati (daher der Name) einen freistehenden Masten des Gebäudes. Bis 1945 wechselten die Eigentümer mehrmals, und ein geplanter Abriss konnte durch das Denkmalamt 1922 verhindert werden.

Einen Besuch ist der Prater jedoch eigentlich immer wert. Wenn man durch den Wurstlprater geht und einmal stehenbleibt, die Augen schließt und dann die Geräusche und Gerüche bewusster wahrnimmt, fühlt man sich wie in einer anderen Zeit.

Probiert es doch einfach einmal aus. Bis bald, im Wiener Wurstlprater.

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